Das Tannermoor


 

Eingeordnet wird das Tannermoor als sauer-oligotrophes Regenmoor, also als nährstoffarmes, durch Regenwasser gespeistes, ph-wertmäßig saures Feuchtgebiet. Die Mooroberfläche ist leicht von Norden nach Süden geneigt, sodass es hin zum Rubnerteich und im Südosten zum Roggnerbach entwässert. Im Zentrum des Moores sind zwei Granitfelsen eingelagert. Von der südlichen Felseninsel führt ein Niedermoorstreifen zum östlichen Moorrand, sodass eine natürliche Abflussmulde gebildet wird. Solche „Rüllen“ finden sich ansonsten eher in skandinavischen Hochmooren. 

Zwischen den Mineralbodeninseln wächst ein Fichtenwaldstreifen auf einer mächtigen Torfschicht. Seine Entstehung hängt wahrscheinlich ursächlich mit der Anlage eines Hauptentwässerungsgrabens zusammen, welcher in den Rubnerteich mündet. Auch der im Süden anschließende Wald stockt auf großen Teilen noch auf einer Torfschicht und wird gleichfalls durch ein dichtes Netz an künstlichen metertiefen Gräben entwässert. 

Ein Randsumpf – ein sogenannter „Lagg“ – ist im Tannermoor andeutungsweise nur am nördlichen und nordöstlichen Moorrand ausgebildet. Schlenken, also trockene oder wasserführende Senken, sind nicht zu finden. 

Insgesamt präsentiert sich das Tannermoor aktuell als sehr einheitliches Bergkiefernhochmoor, das durch mehrere Gräben permanent entwässert wird bzw. wurde. Im Rahmen eines Naturschutzprojektes wurden und werden vieler dieser Gräben durch Spundwände und Verfüllen unwirksam gemacht. So sollen die bisher abfließenden großen Wassermengen im Moor gehalten und ein weiteres Austrocknen vermieden werden.